Die Volksmeister des heimischen Handwerks im Ribnica-Tal pflegen bereits seit Jahrhunderten die Tradition der Herstellung hölzerner Erzeugnisse für den täglichen Gebrauch in Küche und Haushalt. Für sie setzte sich der Ausdruck suha roba (Trockenware) durch, die bereits im 14. Jahrhundert eine sehr gefragte Handelsware war. Im 15. Jahrhundert erhielten die Bewohner des Ribnica- und des Kočevje-Tals das Recht, ihre Erzeugnisse im Gebiet der damaligen österreichisch-ungarischen Monarchie zu verkaufen.
In jener Zeit wurden die Hausierer berühmt, die ihre Erzeugnisse, zu einer Kraxe gebunden, in der Heimat, in den Alpenländern und in Dalmatien verkauften und handelsmäßig sogar mit Afrika und Indien zusammenarbeiteten. Herzliche Schalkhaftigkeit, gute Laune und Redegewandtheit sorgten dafür, dass die Ribnicaer Hausierer jahrhundertelang ein wichtiger Vermittler der mündlichen Überlieferung von Scherzen, Einfällen und Spottversen waren.
Die Tradition der Holzwarenherstellung und des Hausierhandels bewahren heute nur noch einzelne Hersteller, die mit diesem Handwerk verbundenen Sitten und Bräuche werden im Rahmen der schon traditionellen Holzwarenmesse in Ribnica wiederbelebt.