Moravče, Zentralslowenien
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Ausflug: Vega-Weg

Es gibt wohl keinen Slowenen (oder es sollte ihn zumindest nicht geben:)), der Jurij Vega nicht kennt. Er gilt als der größte slowenische Mathematiker. Darüber hinaus war er auch Physiker, Geodät, Meteorologe und sogar Artillerieoffizier. Natürlich stand ihm auch ein Adelstitel zu. Nach ihm ist recht vieles benannt (die Vegova ulica in Ljubljana, das Gymnasium in Idrija, die Grundschule in Moravče und noch einiges), am interessantesten davon ist aber wohl der Krater Vega auf dem Mond.

Da der Besuch eines Kraters auf dem Mond für einen gewöhnlichen Erdenbürger praktisch so gut wie unmöglich ist, stellen wir noch eine Sache vor, die den Namen von Jurij Vega trägt und sich für einen längeren Spaziergang oder einen Nachmittagsausflug eignet. Sie heißt Vega-Weg. Der Vega-Weg führt durch die Orte, wo Jurij seine Kindheit verbrachte. Er endet im Bergdorf Zagorica, wo er 1754 geboren wurde.

Zu Jurijs Geburtsdorf Zagorica führen Wege aus zwei verschiedenen Richtungen.

Richtung Moravče – Zagorica (1,5 Stunden)

Auf diesem Weg kehrte Jurij Vega noch als Bub regelmäßig von der Christenlehre und der Sonntagsschule in Moravče nach Hause nach Zagorica zurück. Der Weg beginnt bei der Kirche des hl. Martin, im Zentrum und alten Marktkern von Moravče. Dort finden wir auch das Denkmal von Jurij Vega. Nach etwa einem Kilometer Fußweg auf einer Landstraße Richtung Süden gelangen wir zum Kirchlein der Schmerzhaften Muttergottes auf den Hribce. Wenn wir zur Kreuzung kommen, setzen wir den Weg geradeaus bis zum Aussichtspunkt fort, wo sich uns ein interessanter und wunderschöner Blick auf die Burg Tuštanj und im Hintergrund auf die Steiner Alpen öffnet. Von hier an beginnt der Weg durch den Wald an Gede vorbei Richtung Spodnja Javorščica anzusteigen. Nach einem etwa halbstündigen Anstieg gelangen wir zum alten Bauernhaus bei Bovon, das wirklich an alte Zeiten erinnert. Beim Pestbildstock, der in der Nähe steht, steigen wir dann auf einem gewundenen Schotterweg Richtung Križevska vas hinab. Wenn wir zum Kirchlein zum Heiligen Kreuz kommen, wenden wir uns nach Westen und setzen den Weg Richtung Zagorica fort. Unterwegs können wir den Blick auf die Save und Ljubljana bewundern. Auf dem Vehovec-Gehöft, das an der Stelle des einstigen Geburtshauses von Jurij Vega steht, können wir das Vega-Gedenkzimmer besichtigen und die Einheimischen über Leben und Werk des Barons Jurij Vega befragen.

Richtung Dolsko – Zagorica (1,5 Stunden)

Der Weg beginnt in Dolsko beim Kulturhaus. Er führt uns an der Žerjav-Burg und der Kirche der hl. Helena vorbei. Der Anstieg, der eine gute Stunde dauert, verläuft überwiegend durch Wald, wir betreten aber auch einen Dorfkarrenweg, der von alten Apfel- und Birnbäumen gesäumt ist. Auf der Höhe des Hangs gibt es einzelne Aussichtspunkte, die einen Blick auf das Laibacher Becken, die Steiner Alpen und die Karawanken bieten. Wir setzen den Weg bis zu einer alten Kapelle fort, wo die Abzweigung Richtung Vrh pri Dolskem liegt. Dort biegen wir rechts nach Osten ab. Nach wenigen Schritten steigen wir zur Hauptstraße hinab, die weiter nach Zagorica führt. Von hier ist es bis zum Gehöft nur noch ein kurzer Weg. Auf dem Gehöft, wo noch heute Nachkommen des berühmten Barons leben, können wir das Vega-Gedenkzimmer und eine ständige Ausstellung besichtigen.

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