Dobrovo v Brdih, Kojsko, Nova Gorica, Števerjan - Italija
Erlebnisse, Ausflüge, Wohin zum Ausflug, Radausflüge

Ausflug nach Brda

Wenn wir »Goriška Brda« hören, denken wir zuerst an köstliche Kirschen, Pfirsiche und Wein. Man könnte sagen, dass das Brda eine märchenhafte Landschaft mit betörenden kulinarischen Geschmäckern ist.

Die Erlebnisse und die Schönheit des Brda ziehen verschiedene Reisende an. Wir finden bunte Perlen des Kulturerbes, der Architektur, ethnologischer Eigenheiten und natürlicher Sehenswürdigkeiten. Vor allem hängt es von uns selbst ab, was unsere Aufmerksamkeit erregt.

Das Brda können wir das ganze Jahr über besuchen, denn jede Jahreszeit bringt einzigartige Erlebnisse.

Die Brici und Brike, wie die Einheimischen genannt werden, sind freundlich, fleißig, zäh und lieben die Erde. In so manchem Gehöft hatte man früher eher einen Traktor als ein Badezimmer. Alles, was im Brda wächst, hat einen besonderen Geschmack und eine besondere Frische.

Das Brda können Sie mit dem Auto, Motorrad, Fahrrad durchfahren oder zu Fuß durchwandern. Zur Verfügung stehen Ihnen viele markierte Fußwege, die man nach autochthonen Kirschsorten benannt hat.

Ich selbst besuchte das Brda mit dem Rad über ein verlängertes Wochenende und muss zugeben, dass es mir in wunderbarer Erinnerung geblieben ist.

Das Auto können Sie auf markierten Parkplätzen in fast jedem Dorf abstellen und den Weg mit dem Rad oder zu Fuß fortsetzen. Der beschriebene Weg ist eine Rundstrecke, daher können Sie ihn nach eigenem Wunsch beginnen und beenden.

Ich selbst begann in Podsabotin,auf einem der Tourismusbauernhöfe, wo mich am Abend ein ausgezeichnetes Brda-Abendessen erwartete.

Nach einem kürzeren Anstieg gelangen Sie auf den Hum, wo Sie rechts Richtung Kojsko abbiegen. Bald wird Sie ein Wegweiser rechts in ein Steiglein leiten, zur Kirche zum Heiligen Kreuz – einst ein berühmter Wallfahrtsort, heute ein interessanter touristischer Punkt. Sie ist von zahlreichen Kapellen umgeben, vom Gipfel gibt es einen sehr schönen Blick von den Alpen bis zur Adria. Die Umgebung ist schön gestaltet mit zahlreichen Bänken für eine kurze Rast. Die Kirchen im Brda sind alle verschlossen, Sie können jedoch im jeweiligen Dorf vereinbaren, dass die Verwalter sie Ihnen zur Besichtigung öffnen. Die erwähnte hat einen sehr schönen gotischen Hauptflügelaltar aus dem Jahr 1515, der einer der ältesten gotischen Altäre in Slowenien ist.

Im Dorf finden Sie ein Geschäft, wo Sie eine Erfrischung kaufen können (falls Sie sie mitzunehmen vergessen haben), eine Post, ein Gasthaus und eine Ambulanz, die Sie hoffentlich nicht brauchen werden.

Der Weg führt Sie weiter Richtung Gonjače, wo ich die Besichtigung des 25 m hohen Aussichtsturms empfehle, den man zum Gedenken an die Gefallenen des 2. Weltkriegs errichtet hat. Auf der Spitze des Turms befindet sich ein Stein, in den die Richtungen bekannter Gipfel und Städte eingezeichnet sind. Von hier hat man wirklich den schönsten Blick auf das gesamte Brda. Beim Turm wohnt ein Bric namens Mario, der ein kleines bäuerliches Museum zur Besichtigung eingerichtet hat und das vor allem wegen des sehr unterhaltsamen Hausherrn einen Besuch wert ist. Bei ihm können Sie Brda-Köstlichkeiten probieren und kaufen.

Den Hang hinab gelangen Sie zum Dörfchen Šmartno. Einst eine mittelalterliche Grenzbefestigung, heute ein sehr schön erneuertes Dörfchen, das auf mich den größten Eindruck machte. Im Dorf empfehle ich die Besichtigung des Brda-Hauses, wo die Einrichtung eines einfachen Brda-Heims mit Feuerstelle zu sehen ist, der Ausstellung im Haus der Kultur und der Kirche, deren heutiger Glockenturm einst ein Festungsturm war. Ein Spaziergang durch die engen Gassen mit erneuerten Fassaden, betonten Details und Ganki (Balkonen) wird Sie begeistern. Besonders lebendig wird das Dörfchen bei Veranstaltungen wie Brda und Wein sowie dem Martinifest. 

Der Weg führt Sie an Kozana und Biljana vorbei nachDobrovo – dem Zentrum des Brda-Weinbaugebiets und Sitz der Gemeinde. Im Ort gibt es ein Tourismusinformationszentrum, wo man Sie freundlich berät, was man im Brda Interessantes unternehmen kann, und Sie mit Prospekten und nützlichen Informationen ausstattet.

Dobrovo ist erkennbar am gleichnamigen Renaissanceschloss mit vier Ecktürmen, in dem eine ständige Sammlung grafischer Werke von Zoran Mušič sowie zwei kostbare Räume im ersten Stock zu sehen sind.

In der Burg gibt es ein erstklassiges Restaurant und einen Keller, wo man Flaschenweine aller Brda-Winzer hat.

Interessant ist auch die Führung durch den Weinkeller Goriška Brda, die Sie mit einer Verkostung und dem Kauf von Weinen verbinden können. Verkostungen und der Kauf hausgemachter Erzeugnisse und Weine sind auf fast allen Tourismusbauernhöfen möglich.

Im Brda gibt es auch Naturdenkmäler, unter denen ich den Krčnik – eine natürliche Steinbrücke – und die Kotline hervorheben würde. Der Weg dorthin führt von Dobrovo Richtung Neblo, wo wir rechts Richtung Kožbana abbiegen. Die Steinbrücke ist durch das Schleifen des Wassers glatt abgerundet und ist die einzige ihrer Art in Slowenien. Zu ihr steigen Sie über einen kurzen Waldpfad hinab.

Ein wenig vor der Brücke sind auf der linken Seite die Kotline, drei Gumpen, wo man im Sommer auch baden kann. Unterwegs gibt es auch einen Bauernhof, der Sauermilch und Topfen anbietet und einer der wenigen mit diesem Angebot im Brda ist. Dieser Teil des Brda lebte in der Vergangenheit im Unterschied zu den übrigen Orten von Holz, Viehzucht und Kastanien. Wir kehren zurück durch Dobrovo Richtung des malerischen Winzerdörfchens Medana, das für das Geburtshaus des Dichters Alojz Gradnik bekannt ist. Sein Denkmal steht bei der Burg Dobrovo.

In Medana gibt es einige bekannte slowenische Winzer und einen schönen Blick auf die Ebene von Vipolže, die Mussolini angeblich aufstauen und zu einem künstlichen See machen wollte.In Vipolže befindet sich eine alte Burg aus dem 11. Jahrhundert sowie riesige Zypressen ehrwürdigen Alters. Leider wartet die Burg auf ihre Renovierung.

Weiter fahren wir Richtung Cerovo, wo es eine harte Steigung gibt. Wer die Steigung meiden möchte, kann von Vipolže nach Italien fahren und über Števerjan zurück auf den Hum gelangen. Wenn Sie den leichteren Weg wählen, verpassen Sie die interessante Kirche des hl. Leonhard (Schutzpatron der Gefangenen), die von einer dicken Kette umgeben ist, die ein Bauer stiftete, der mit einem Wagen voller Wein im Schlamm stecken blieb. Aus Dank für die glückliche Rückkehr ließ er eine Kette mit der Jahreszahl 1859 schmieden. Nach dem steilen Anstieg erwartet Sie noch eine angenehme Abfahrt durch den Hum bis Podsabotin.

Ich empfehle, im Brda mehrere Tage zu bleiben und das Brda in der Länge und Breite zu besichtigen. Jedes Dörfchen ist auf seine Weise interessant und hat seine Kirche oder eine andere Sehenswürdigkeit. In jedem Dörfchen finden Sie einen Bauernhoftourismus, wo Sie wunderbare Küche kosten und erstklassige hausgemachte Weine und Schaumweine probieren können. Für Wanderer wird der Besuch des Sabotin (609 m) interessant sein, wo ein Park des Friedens angelegt ist und Sie die faszinierenden Kavernen aus dem 1. Weltkrieg besichtigen können. Am nächsten Tag können Sie den höchsten Gipfel des Brda – die Korada (812 m) – besteigen. Auf beiden Gipfeln stehen Berghütten, die an Wochenenden und Feiertagen geöffnet sind.

In Nova Gorica können Siedie Gruft der Bourbonen besichtigen, dieSveta gora, Livek und den Ternowaner Wald sowie viele weitere Sehenswürdigkeiten besuchen.

Interessante Informationen über das Brda:

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Acenta d.o.o., Kranjska cesta 4, 4240 Radovljica, Slowenien
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