Sehr geehrte Liebhaber von Burgen und Kultur!
Wir laden Sie in den südöstlichen Teil Sloweniens ein, nach Sevnica. Sevnica ist eine mittelgroße Gemeinde mit etwa 18.000 Einwohnern und größtenteils bewaldet. Durch die Gemeinde fließt die Save, und an ihr liegt der alte Stadtkern mit einem wunderschönen Platz.
Über dem alten Stadtteil steht die mächtige, mehr als 700 Jahre alte Burg Sevnica, von wo aus man einen wunderbaren Blick über das Save-Tal hat.
In der Burg bieten wir Führungen mit einem Fremdenführer an. Sie können einen kurzen Film über die Geschichte der Burg ansehen, durch die prächtigen Säle spazieren, in denen sich heute der Turm mit den Fresken "Die vier Jahreszeiten", der Trauungssaal, der große Konferenzsaal mit interessanten Wappen aus verschiedenen Ländern befinden, Sie können die Schulsammlung, die Feuerwehrsammlung, die Sammlungen verschiedener anerkannter Künstler und den barocken Salon besichtigen, wo Sie sich in den Schönheiten alter Möbel verlieren. Im Atrium der Burg können Sie den Burgspeicher, wo Sie sich zahlreiche hausgemachte Köstlichkeiten gönnen können, sowie die Burg-Vinothek, die Ihnen in angenehmem Ambiente Weinverkostungen und den Kauf ausgezeichneter Weine aus dem Gebiet von Sevnica bietet. Nach der Besichtigung können Sie sich ausruhen im Burgcafé bei einem Getränk oder Kaffee und danach im Burgpark, wo neben den jahrhundertealten Bäumen Energiepunkte für Entspannung und Wohlbefinden markiert sind.

Gemeinsam können wir auch besichtigen den Luther-Keller, wo fast fünfhundert Jahre alte Malereien aus der Zeit des Protestantismus prächtig erhalten sind, eine der schönsten Malereien in Slowenien, sowie die Gruft, in der der Mann und die Tochter der letzten Gräfin bestattet sind, die auf der Burg Sevnica bis 1940 lebte. Und da er auch außerordentlich akustisch ist, singen wir am Ende auch das eine oder andere Lied.
Auf der Burg können Sie im Büro des Führers auch originelle Souvenirs kaufen, die Räume der Burg können Sie auch mieten für verschiedene Anlässe (Konferenzen, Sitzungen, Treffen, Konzerte, auch Geburtstagsfeiern usw.). Auf der Burg können Sie auch heiraten und in unvergesslicher Umgebung in
großartigem Stil das schicksalhafte "Ja" hauchen.
Herzlich willkommen, wir freuen uns über Ihren Besuch! 
Die Gemeinde Sevnica entstand in ihrem heutigen Umfang 1955 und 1994. Sie liegt an den Flüssen Save und Mirna, im Norden und Nordosten umfangen sie die steilen Hänge des Veliko Kozje (993 m), der Lisca (948 m) und des Bohor (1023 m), im Süden die Hügel Unterkrains. Sie grenzt an die Gemeinden Krško, Škocjan, Trebnje, Litija, Radeče, Laško und Šentjur pri Celju. Mit den Gemeinden Krško und Brežice bildet sie die Region Posavje. Das Gemeindegebiet misst 272 km2, hier leben in 114 Siedlungen, die zu 10 Ortsgemeinschaften verbunden sind (Blanca, Boštanj, Loka pri Zidanem Mostu, Krmelj, Primož, Sevnica, Studenec, Šentjanž, Tržišče, Zabukovje…), rund 18.000 Einwohner.
Ein Gang durch die Geschichte zeigt uns, dass das Gemeindegebiet bereits in der Urzeit besiedelt war (Funde in der Umgebung von Kaplja vas). Hier lebten Illyrer und Kelten (hallstattzeitliche Funde in Boštanj). Zu Beginn unserer Zeitrechnung gingen diese Orte in den Besitz des Römischen Reiches über.
Von den unruhigen Zeiten der Völkerwanderung zeugt die archäologische Fundstätte auf dem Ajdovski gradec über Vranje aus dem 5. bis 6. Jh. n. Chr., wo Spuren einer spätantiken und frühchristlichen Siedlung entdeckt wurden.
Im Spätmittelalter, als 1275 erstmals der deutsche Name von Sevnica, Liechtenwald, auftauchte, gehörte das Gebiet den Salzburger Erzbischöfen, nach der kurzen Herrschaft der ungarischen Könige ging es unter habsburgische Herrschaft über, die bis zum Ende des Ersten Weltkriegs erhalten blieb.
Die türkischen Einfälle und Bauernaufstände trafen auch das Gebiet von Sevnica. Im Bauernaufstand von 1573 besetzten die aufständischen Bauern auch Sevnica. Im 16. Jh. wurde deshalb die obere Burg von Sevnica befestigt.
Weder Brände noch die Pest verschonten Sevnica. Der Markt brannte mehrmals ab, zuletzt 1854, und von den Verheerungen der Pest zeugen viele Pestsäulen und die Wehrkirche des hl. Rochus über Sevnica.
Sevnica wurden 1322 die Marktrechte verliehen, das Recht auf Jahrmärkte verlieh ihm der Salzburger Erzbischof erst 1513, und Kaiser Joseph II. erlaubte ihm 1783 die Abhaltung jährlicher Viehmärkte. Die Architektur der mittelalterlichen Burg von Sevnica ist ein stummer Zeuge vieler überstandener Epochen – von der Renaissance bis zum Barock. Heute können wir in ihr barocke Fresken, das Schul- und Feuerwehrmuseum sowie das Museum über die Vertriebenen besichtigen.
Künstlerische Seelen werden sich über die Ausstellungsgalerie der Zierkunst von Ivan Razboršek freuen, in der Burg hat auch der akademische Maler Alojz Konec sein Atelier und eine ständige Ausstellung.
Beweis der harmonischen Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart in der Burg Sevnica sind der Konferenz- und der Trauungssaal.
In der Nähe der Burg von Sevnica befindet sich der Luther-Keller – eines der schönsten Renaissance-Kunstdenkmäler bei uns, das neben der wunderbaren, fast fantastischen Bemalung auch mit einer außergewöhnlichen Akustik aufwartet. Wie der Name sagt, war er seinerzeit ein Zufluchtsort für protestantische Lutheraner. In ihm lehrte auch Jurij Dalmatin die Lehre Luthers.
Die untere Burg von Sevnica mit der Jahreszahl 1613 ist das älteste Gebäude am Glavni trg, der zusammen mit der neuromanischen Pfarrkirche des hl. Nikolaus, mit der Kirche des hl. Florian aus dem Jahr 1443 und mit dem erneuerten Bildstock mit der Statue des hl. Martin aus dem 17. Jh. den zentralen ältesten Teil von Sevnica bildet. Heute ist in der unteren Burg der Sitz der Gemeinde Sevnica, und auch heute bewahrt der Platz weitgehend seine Ursprünglichkeit.
Auch Sevnica berührte im vergangenen Jahrhundert die slowenische Nationalbewegung. 1866 wurde hier der erste Lesesaal in der Posavje gegründet,dem sich 1869 noch eine Volksversammlung anschloss, auf der zahlreiche national bewusste Slowenen ein Vereintes Slowenien forderten.
Auf den abgerundeten Hügeln leuchten wie einsame Wächter Kirchen und Kirchlein weiß. Viele von ihnen stehen unter Denkmalschutz und betonen noch heute die ursprüngliche Schönheit und Unberührtheit der natürlichen Umgebung. Auch die mittelalterliche Kirche des hl. Georg auf dem Šentjurski hrib (376 m) bei Tržišče vom Beginn des 13. Jh. zählt zur absoluten Spitze unserer Kunstdenkmäler.
1862 führte die Eisenbahn durch die Stadt, und der Bahnhof, den man aus Platzmangel außerhalb des Marktkerns baute, wurde bereits vor dem Ersten Weltkrieg zur Keimzelle des neuen Stadtteils.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Sevnica industriell unbedeutend, obwohl es schon vor dem Ersten Weltkrieg zwei Betriebe hatte, eine Leistenfabrik und ein Dampfsägewerk. Zwischen den beiden Kriegen war Sevnica bereits der am weitesten entwickelte Ort in der Posavje, das zweite größere Arbeiterzentrum war Krmelj mit dem Braunkohlebergwerk. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet in Hitlers Aussiedlungsprogramm einbezogen, daher hinterließ diese Zeit unter den Menschen tiefe und schmerzhafte Spuren.
Sevnica wurde 1959 zur Stadt. Die Stadt mit etwa 5.000 Einwohnern ist das industrielle, gewerbliche, kommerzielle, kulturelle und administrative Zentrum der Gemeinde mit einem weiten Hinterland. Vorherrschend sind vor allem die Textilindustrie (Lisca, Jutranjka, Inplet), die holzverarbeitende Industrie (Kopitarna, Stilles), die metallverarbeitende Industrie (Inkos, Preiss) und die chemische Industrie (Tanin).
Bauern, Obstbauern, Ackerbauern und Viehzüchter verbindet die Bauerngenossenschaft Sevnica, die auch über ein verzweigtes Handelsnetz verfügt.
Das Bauwesen führt die SGP Sevnica an, die Handwerker sind in der Handwerkskammer Sevnica organisiert.
Der Verband der Kulturvereine in Sevnica kümmert sich um die Amateurkulturtätigkeit, Gastspiele professioneller Gruppen, die Bibliothek, den archäologischen Park Ajdovski gradec, die Burg Sevnica mit Sammlungen und Galerien, den Luther-Keller und die Denkmäler.
In der Gemeinde ist auch der lokale Radiosender Radio Sevnica tätig. Im Bad von Sevnica, das die Komunala Sevnica betreibt, gibt es ein olympisches und ein Kinderbecken. Im Rahmen des Sportverbands Sevnica sind zahlreiche Sportvereine mit einer bunten Palette von Sportarten tätig.
Im Bereich der Gastronomie überwiegen Einzelunternehmer sowie das Gastronomieunternehmen Sevnica. Mit Speisen und Getränken kann man sich in 18 Gasthäusern bzw. Restaurants stärken, über 30 Lokale bieten einzelne Speisearten und Getränke.
Das Gebiet von Sevnica hat die Natur mit zwei autochthonen Blumenstandorten beschenkt. Über Boštanj wuchert die berühmte Pontische Azalee (Azalea pontica), die im Mai blüht und eine botanische Rarität Europas ist. Auf dem Lovrenc über Okroglice gibt es einen großen Standort des Enzians (Clusius-Enzian), der ebenfalls im Mai die umliegenden Wiesen in sein königliches Blau kleidet. Die Lisca ist der höchste Aussichtspunkt sowie ein bekanntes Berg- und Ausflugsziel. Hier können Sie sich ein Picknick im Gras gönnen, im Winter angenehmes Skifahren, und wenn Sie mutig genug sind, können Sie mit dem Drachen oder Gleitschirm ins Tal Richtung Save hinabgleiten.