Den Weg beginnen wir in Teharje. Wir fahren auf der Hauptstraße Richtung Rogaška Slatina. Vorsicht ist geboten. Auf der rechten Seite sehen wir die Bahnlinie. Wir fahren weiter durch Šentjur, an der Museumslokomotive vorbei.
Wir setzen den Weg auf der Hauptstraße durch das Dorf Grobelno fort, weiter durch Šentvid pri Grobelnem, und gelangen nach Šmarje pri Jelšah. Vor dem Dorf Mistinje achten wir auf den großen Wegweiser, der uns rechts nach Podčetrtek weist. Nach einigen Kilometern sind wir bereits in der Gemeinde Podčetrtek, und auch eine Tafel begrüßt uns, dass wir im Tal der Quellen und der Gesundheit sind, und nur noch wenig trennt uns von der Aqualuna, den Bädern in Podčetrtek.
Teharje ist eine Ortschaft bei Celje. Heute ist sie vor allem als Ort der außergerichtlichen Nachkriegstötungen bekannt. An der Stätte der Verbrechen wurden ein Denkmal und der Gedenkpark Teharje errichtet, die zur Versöhnung beitragen sollen. Im Zweiten Weltkrieg errichteten die Deutschen 1943 in Teharje ein Militärlager für etwa 500 Menschen, das sechs Wohn- und etwa zehn dazugehörige Funktionsbaracken umfasste.
Die archäologische Fundstätte Rifnik liegt südlich von Šentjur auf dem Gipfel des gleichnamigen Hügels. Die Besiedlung umfasst die Zeit zwischen der jüngeren Steinzeit und dem Mittelalter. Auf dem Gipfel sind die gesicherten Fundamente zweier altchristlicher Kirchen, von sieben Häusern sowie der Ringmauer mit Wachtürmen zu sehen. Im rekonstruierten prähistorischen Haus ist eine kleinere Museumssammlung ausgegrabener Überreste der urzeitlichen Bewohner von Rifnik zu besichtigen. Der archäologische Park ist ganzjährig geöffnet. Das Freilichtmuseum ist von Mai bis Oktober geöffnet. Im Stadtkern von Šentjur steht das Geburtshaus der Komponisten- und Ärztefamilie Ipavec, in dem eine ständige Ausstellung über ihr Leben und Wirken eingerichtet ist. Im Keller befindet sich eine Vinothek mit ausgewählten Weinen, den Garten schmücken eine alte Linde und ein Brunnen von Plečnik. Im Haus gibt es auch einen Trauungssaal. Besucher können es täglich nach vorheriger telefonischer Vereinbarung besichtigen.
Slivnica-See liegt 5 Kilometer südlich von Šentjur und erstreckt sich über eine Fläche von 84 ha. Die Länge des Sees beträgt 5 Kilometer, und der See erreicht eine Breite von einem halben Kilometer. Er entstand 1976 als Sammelbecken für Brauchwasser für das nahe Eisenwerk Štore, und parallel zu diesem Zweck begannen sich an ihm auch Tourismus und Fischerei zu entwickeln.
Museum der Südbahn befindet sich am Bahnhof Šentjur. Der erste Zug fuhr 1846 auf das Gebiet Sloweniens. Zur Erinnerung an dieses Ereignis pflanzten die Begleiter des ersten Zuges einen Schnurbaum, der noch heute im südlichen Teil des Bahnhofsgebäudes steht. Im Jahr 2003 wurde im Rahmen des Eisenbahnmuseums der Südbahn vor den Bahnhofsgebäuden zudem eine Dampflokomotive aufgestellt, deren Typ sogar bis ins Jahr 1915 zurückreicht.
Burg Planina erwarben Mitte des 14. Jahrhunderts erwarben die Grafen von Cilli, die sie bis zum Aussterben des Geschlechts im Jahr 1456 besaßen. Die meiste Zeit verbrachten auf der Burg Friedrich II. und seine spätere Frau Veronika von Desenice. 1456 gelangte die Burg in die Hände der Habsburger, die sie verschiedenen Geschlechtern verpachteten. Der letzte Gutsherr, der noch auf der Burg lebte, war Gustav Bloome. 1882 begann man, die Burg abzudecken, und im Laufe der Jahre verfiel sie zur Ruine.
Jelšingrad in Šmarje pri Jelšah zählte nach dem Umbau im orientalischen Stil Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den schönsten Schlossbauten in der Steiermark, um das überwiegend exotisches Gewächs gepflanzt war. Nach älteren Quellen soll das Schloss im Hochmittelalter errichtet worden sein. Auf die slowenische Form des Namens Jelsche – Jelše stoßen wir Ende des 15. Jahrhunderts, im Jahr 1635 aber griffen es aufständische Bauern schon an und plünderten es. Einunddreißig Jahre danach erhielt es samt drei Bauernhöfen in Pacht Baron Žiga Gaisruck, baute es zum Schloss um und vergrößerte zugleich den Besitz beträchtlich. Bis zum Jahr 1870 war im Gebäude auch der Sitz des Landesgerichts. Das heutige Gebäude hat die Grundrissform des Buchstabens L mit einem angebauten Türmchen am Mitteltrakt, zugleich aber ist es an dieser Stelle mit Türmchen, Erkern und Balkonen bewegt gestaltet. Bei den Umbauten wurde noch der Mitteltrakt modernisiert und in seinem Obergeschoss eine repräsentative Halle eingerichtet. Das Schloss umgab man mit einem Park, am Rand des Hofes aber stellte man allegorische Figuren der vier Jahreszeiten auf.
In der Vergangenheit wurde bei der Regulierung der Böschung neben einem Wohnhaus in Mestinje ein Teil einer Falte im tortonischen Sediment freigelegt. Die Antiklinale befindet sich in unmittelbarer Nähe der Straßenkreuzung in Richtung Podčetrtek, Rogaška Slatina, Lemberg und Celje. Es handelt sich um ein 15 Meter langes und 10 Meter hohes Profil gewölbeartig gefalteter Schichten von kalkigen Sandsteinen und Mergeln. Die Antiklinale ist Ausdruck tektonischer Aktivität im Miozän. Sie ist die einzige bekannte Falte in Schichten dieses Alters in Slowenien und damit eine absolute Rarität unter diesen Objekten des geologischen Naturerbes.
Podčetrtek ist eine alte Ortschaft, die verschieden benannt wurde. In den Archiven hat man sie zu Beginn des 10. Jahrhunderts aufgespürt. Von ihrer Geschichte zeugt auch die mächtige Burg Podčetrtek, die eine echte landschaftliche und historische Sehenswürdigkeit ist. Die Burg Olimje steht auf flach geneigtem Gelände in der Ortschaft Olimje bei Podčetrtek. Hier war schon ab dem Jahr 1208 ein Gurker Lehen bezeugt, doch wird der Hof als Zentrum des Besitzes erst 1436 erwähnt. Bei der Vermögensschätzung im Jahr 1542 wird ein Turm erwähnt – Turm zu Wollimel. Das neue Schloss erbaute im Jahr 1500 (Jahreszahl am Portal) Hans Tattenbach. Es hatte vier Trakte, einen inneren Arkadenhof und an den Ecken vier runde Wehrtürme. Heute ist es etwas umgebaut, erhalten sind aber noch zwei Trakte mit drei Türmen. Im Jahr 1675 baute man ihm die Marienkirche an, 1974 beschädigte die Kirche ein Erdbeben schwer. Im Schloss befindet sich die 3. älteste Apotheke der Welt. Wenn Sie Olimje besuchen dürfen Sie die übrigen Sehenswürdigkeiten des Ortes nicht versäumen. Weiter vom Kloster Olimje ist der Jelenov Greben, wo auf einer riesigen Ranch Hirsche weiden. In einer Entfernung von 3 km vom Markt Olimje ist das »Land der Märchen und der Fantasie«, wo Märchenwesen wohnen. Das Dorf Olimje hat noch drei interessante Standorte einer ist die Brauerei und Bierstube Haler sowie der Agolf mit dem Gasthaus Amon. und Haustiere mit einem Strauß, und in unmittelbarer Nähe der Burg Olimje steht die Schokoladenboutique Syncerus, in der Sie sich etwas Süßes gönnen können.