Den Radanstieg auf den Sv. Peter beginne ich natürlich zu Hause. Es gibt mehrere Varianten des Anstiegs, doch ist mir die durch das Tal des Baches Završnica die liebste. So radeln wir über Hraše und Studenščice bis zur Kaiserstraße und dann auf ihr durch Zabreznica und Žirovnica bis Moste, wo wir zu steigen beginnen. Dieser Abschnitt des Weges ist zwar überwiegend asphaltiert, doch nicht befahren, deshalb ist die Fahrt gerade recht für ein gutes Aufwärmen. Der erste Anstieg an der Jagdhütte Fallkenau vorbei ist noch asphaltiert, und wenn wir auch am neu gestalteten See vorbeifahren, ist der Asphalt unwiderruflich zu Ende. Die ersten paar Kilometer durch das Tal steigen wir gemächlich an, manchmal sogar mit kurzen Unterbrechungen, dann aber beginnt die Završnica ihr wahres Gesicht zu zeigen. Die Steilheit nimmt bis zur Wegkreuzung mit solcher Intensität zu, dass einem am Ende schon die Luft ausgeht. Zum Glück legt sich die Steigung nach der Kreuzung, wo wir rechts Richtung Sv. Peter abbiegen, ein wenig, sodass später, auf der neu gestalteten Waldstraße, das Radfahren ein wahrer Genuss ist. Auf der Hauptstraße fahren wir auch über Kališče, wo sich der Straße auch der Weg von der Poljška planina und der Planinca anschließt. Nach etwa eineinhalb Stunden und 17 gefahrenen km kommen wir auf den Sattel, der aber auch der höchste Punkt der Tour ist. Hier nehmen wir uns ein wenig Zeit zur Vorbereitung auf die wunderbare Abfahrt ins Tal. Die ABFAHRT beginnen wir auf einem recht steilen und anspruchsvollen Karrenweg, dann aber biegen wir rechts auf den Weg Richtung Rodelhütte ab. Hier legt sich der Singletrail ein wenig und wird geradezu genussvoll. Wir folgen ihm bis zu einem schönen Aussichtspunkt und einem Wochenendhaus links, wo wir aber über etwas technischeres Gelände rechts bis zu den nächsten Wochenendhäusern über der Rodelhütte hinunterfahren. Beim letzten kommen wir zu einer schlecht ausgeprägten Wegkreuzung. Rechts können wir über Schotter nach Rodine hinunterfahren, doch ist der Weg SEHR anspruchsvoll. Besser ist es, auf dem breiteren Weg Richtung Sv. Peter zu fahren. Es besteht auch die Möglichkeit einer Abfahrt an der Rodelhütte vorbei, wenn wir an der Kreuzung geradeaus fahren. Auf dem Peter können wir ein wenig haltmachen und Richtung Tal schauen, denn der Blick ist wirklich schön. Die Abfahrt vom Sveti Peter ist ebenso auf mehreren Seiten möglich. Ein schlechter Karrenweg führt ins Tal am Skigebiet vorbei, obwohl er am Anfang sehr schotterig ist, erweist er sich später als schöne und sehr schnelle Abfahrt auf schönen Serpentinen bis Begunje. Ich selbst wähle meistens die technisch anspruchsvollere Abfahrt auf dem Weg an den Kapellen vorbei nach Poljče. Am Kirchlein vorbei fahren wir rechts über die Weide bis zu einer Kapelle hinunter, wo uns aber ein außerordentlich felsiger Teil erwartet, deshalb ist es ratsam, das Rad einige Meter zu tragen. Genau so viel Tragen geschieht auch bei der unteren Kapelle. Dann aber ein super Singletrail, zuerst ein wenig nach rechts, dann nur noch abwärts. Alle Wege führen zum selben Ausgangspunkt, dem Dorf Poljče. Aus dem Dorf aber fahren wir über den Kležnk am Flugplatz vorbei nach Lesce hinunter.
Eine schöne, nicht allzu lange Mountainbike-Tour, die mit einer sehr guten Abfahrt auf Singletrail aufwartet. Da der Anstieg durch ein kühles, bewachsenes Tal führt, eignet sich die Tour auch für heiße Sommertage.