Auf dem Weg über den Karst ziehen sicherlich Komen die Aufmerksamkeit auf sich, das mitten im Komner Karst liegt, sowie Karstdörfchen wie Volčji Grad, Štanjel und andere. Unter ihnen ist sicher das Dorf Štanjel am bekanntesten, mit seinen Steinhäusern, die sich am Hang eines Hügels drängen. Komen mit mehr als 700-jähriger GeschWein ist heute das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Gemeinde. In der Zeit zwischen den Weltkriegen wurde Komen als bedeutendes Fremdenverkehrszentrum berühmt, wohin Städter aus Triest, Monfalcone und sogar aus Venedig zur Erholung und zu Sonntagsausflügen kamen. Wegen des günstigen Klimas wurde es auch zu einem Gesundheitszentrum. DÖRFER DER GEMEINDE KOMEN TAL DES FLUSSES BRANICA (Kodreti, Dolanci, Čehovini, Koboli, Večkoti, Trebižani) Das obere Branica-Tal schließt den nördlichen Rand der Karsthochebene ab wo diese auf eine Meereshöhe von 80 – 100 m abfällt und in den südlichen Rand des Vipava-Tals bzw. in Vipavska brda übergeht. Sehenswürdigkeiten: – Pfarrkirche der hl. Katharina in Kodreti – Denkmal für Baron Andrej Čehovin in Dolanci – Brücke über die reißende Raša in Koboli – Mehrere Gedenktafeln zur Erinnerung an den Volksbefreiungskampf – Kirchliche Bildstöcke – pili in Čehovini Bekannte Personen: – Andrej Čehovin KOBDILJ Kobdilj ist eine Haufensiedlung am nordöstlichen Rand des Komner Karstes, unmittelbar neben der mittelalterlichen Siedlung Štanjel. Den wichtigsten Stempel in der Ortsgeschichte hinterließ die Familie Fabiani, die hier ab dem 17. Jahrhundert bezeugt ist. Sehenswürdigkeiten: – Der Platz im unteren Kobdilj – Die Villa Fabiani im oberen Kobdilj – ”Serzent-Anwesen”¨, Haus-Nr. 39. – Ein jahrhundertealter Maulbeerbaum – Eine ständige Wasserquelle – Die Kirche des hl. Gregor – Der Fabiani-Weg – ein Netz von Spazierwegen von Kobdilj nach Štanjel Bekannte Personen: – Maks Fabiani – Anton Mahnič KOBJEGLAVA Die Dorfgemeinschaft Kobjeglava besteht aus dem größeren Haufendorf Kobjeglava, das im östlichen Teil der Komener Hochebene liegt, und dem kleineren Dorf Tupelče, das sich unmittelbar hinter dem Dorf Kobjeglava von der Komener Seite her erstreckt. Nach der Volksdeutung ist der Name des Dorfes Kobjeglava mit dem Namen des höchsten Gipfels hinter dem Dorf, Kop, verbunden, der der Kopf der beiden anderen Gipfel war, daher ”kop je glava” – Kobjeglava. Nach einer anderen Deutung ist der Name mit den Ställen für Pferde und Stuten verbunden, daher der Name kobila-glava. Sehenswürdigkeiten: – Pfarrkirche des hl. Michael: der Hauptaltar des hl. Michael ist einer der besten barocken Steinaltäre im weiteren Gebiet des Küstenlands, aus dem Jahr 1768; – Denkmal des Volksbefreiungskampfes: in Form eines stilisierten Karsthauses mit Säule, Brunnen, Steinmauern und einem mit Steinplatten gedeckten Dach. Die Steine um das Denkmal, durch eine Kette verbunden, symbolisieren die gefallenen Kämpfer; – Fußwege in der Umgebung des Dorfes. Bekannte Personen: – Josip Abram – Filip Abram – Anton Rudež HRUŠEVICA Hruševica ist ein mittelgroßes Haufendorf auf der Ostseite des Komner Karstes. Die ersten Angaben über die Besiedlung dieses Gebiets reichen in die Zeit der Urgemeinschaft zurück; hier befindet sich ein kleinerer Ringwall – Debela griža, den seit Anfang des 20. Jahrhunderts ein Kiefernwald überwuchert. Hier gab es einst auch einen Steinbruch, in dem dunkelgrauer Karstmarmor gebrochen wurde. Sehenswürdigkeiten: – Die Filialkirche des hl. Josef – Die Statue des hl. Johannes Nepomuk – Das Denkmal für die Gefallenen des Volksbefreiungskampfes – Ein kirchliches Bildzeichen – ein pil TOMAČEVICA Tomačevica ist ein kleineres Dorf, das sich östlich von Komen erstreckt. Durch das Dorf führte der bekannte Wallfahrtsweg zur Kirche der Jungfrau Maria von Obršljan, die sich in unmittelbarer Nähe des Dorfes befindet. Sehenswürdigkeiten: – Das Denkmal für die Gefallenen des Volksbefreiungskampfes – Die Gedenktafel für den Volkshelden Anton Šibelja-Stjenka – Der Dorfspazierweg zwischen Kiefern auf den Hügel Zajčevc – Die Filialkirche der Jungfrau Maria in Obršljan – die alte Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Bekannte Personen: – Anton Šibelja – Stjenka KOMEN Das Dorf Komen wird erstmals 1247 erwähnt. Als bedeutendes Verwaltungs-, Wirtschafts-, Politik- und Kulturzentrum erwachte es bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als sich im Dorf zahlreiche handwerkliche Tätigkeiten, Gastgewerbe, Geschäfte und Verwaltungsfunktionen entwickelten. In der Zeit zwischen den Weltkriegen wurde das Dorf als bedeutendes Tourismuszentrum berühmt, wohin Städter aus Triest, Monfalcone und sogar aus Venedig zum Urlaub und zu Sonntagsausflügen kamen. Sehenswürdigkeiten: – die Pfarrkirche des hl. Georg; – der zentrale Platz mit dem Kulturhaus und dem Denkmal; – die einstige Villa Storici – die heutige Gesundheitsstation; – der Waldpark Cirje; – der österreichisch-ungarische Militärfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg im Wald Draga. SVETO PRI KOMNU Sveto pri Komnu ist vor allem für die dem hl. Ägidius geweihte Kirche mit ihrem besonderen, achteckigen Hauptschiff bekannt, einem einzigartigen Beispiel der Architektur des 16. Jahrhunderts im weiteren Raum. Im Dorf befindet sich auch ein Friedhof aus dem Ersten Weltkrieg, auf dem größtenteils ungarische Soldaten begraben sind. Sehenswürdigkeiten: – die Kirche des hl. Ägidius-Tilen: – eine jahrhundertealte Linde: Denkmal des Naturerbes; Friedhof aus dem Ersten Weltkrieg; – ein Spaziergang durch ein typisches Karstdorf, VOLČJI GRAD Volčji Grad ist ein kleines Dorf, das sich offen eines reichen Natur- und Kulturerbes rühmen kann, vor allem eines reichen steinmetzlichen Erbes. In unmittelbarer Nähe des Dorfes liegen die Überreste der hallstattzeitlichen Befestigung Debela griža, eines der besterhaltenen Ringwälle auf unserem Boden, der ins zweite Jahrtausend vor Christus datiert. Sehenswürdigkeiten: – der prähistorische Ringwall – Debela griža; – der Weiler »Brith«und die Kirche des hl. Johannes des Täufers; – die verlassene Wasserleitung aus dem Ersten Weltkrieg; – die Reste der Steinbrüche; – die Hirtenhäuschen; – ein Spaziergang auf dem angelegten Wanderweg – dem Steinweg. ŠKRBINA Einen besonderen historischen Stempel hinterließ ihm das Geschehen im Zweiten Weltkrieg, denn hier hatten verschiedene Volksbefreiungsorganisationen ihre Stützpunkte, worauf zahlreiche Gedenktafeln hinweisen. Sehenswürdigkeiten: – das Spacal-Anwesen: Hausnummer 24; – mehrere Gedenkzeichen zur Erinnerung an den Volksbefreiungskampf; – der Wallfahrtsweg auf die Sv. Katarina – die Reste eines Anwesens im »Laz«: das Anwesen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts aufgegeben, als am 2.9.1864 Wasser aus der nahen Wildbachquelle es überflutete. Der mündlichen Überlieferung nach floss das Wasser von einem Tal in das andere. Davon zeugt ein Stein mit dem Datum der Übersiedlung; – ein Ausflug durch das Hinterland der Isonzofront auf dem Karst. GORJANSKO Sehenswürdigkeiten: – der österreichisch-ungarische Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg: er ist der größte Friedhof der österreichisch-ungarischen Armee im Gebiet der Isonzofront,denn hier sind über 10.000 Soldaten verschiedener Nationalitäten bestattet; – das Geburtshaus des Sprachwissenschaftlers und Sammlers von Volksgut Dr. Karel Štrekelj und des Landwirtschaftsfachmanns Anton Štrekelj. BRJE PRI KOMNU In der Umgebung von Brje pri Komnu gibt es 4 Militärfriedhöfe aus dem Ersten Weltkrieg. Über die umliegenden Gemeindeweiden führte zur Zeit des Ersten Weltkriegs eine militärische Feldbahn. Wegen der Nähe der Isonzofront richteten sich die österreichischen Soldaten hier Stützpunkte und ein Lazarett ein. Im Zentrum des Dorfes steht der Dorfbrunnen, wo auf seiner Steinplatte ist ist ein Motiv zweier Personen am Brunnen eingemeißelt, höchstwahrscheinlich handelt es sich um das biblische Motiv von Christus und der Samariterin. BRESTOVICA Brestovica ist für eine größere Zahl von Naturerscheinungen, Dolinen und Karsthöhlen bekannt, unter denen besonders die Dolenjca- und die Drča-Höhle bedeutend sind, die mit dem unterirdischen Lauf des Flusses Timavo verbunden sind. In Klariči befindet sich auch das Wasserpumpwerk für die Karst-Wasserleitung, die die Bewohner des Karsts und des slowenischen Istrien mit Trinkwasser versorgt. Sehenswürdigkeiten: – Filialkirche der hl. Anastasia: sie wurde im 15. oder 16. Jahrhundert erbaut. Nach mündlicher Überlieferung soll hier eine Station und Raststätte der Pilger zum Kloster in Štivan gewesen sein. – Grofova jama: sie ist eine schräge fossile Höhle mit fünf Eingängen. Im 1. Weltkrieg wurde die Höhle zu einem Unterstand für österreichisch-ungarische Soldaten umgebaut. In der Umgebung gibt es viele Reste von Befestigungen, Schützengräben und Kavernen; – Kaverne »Moritz«: sie liegt in einer Doline in unmittelbarer Nähe der Grofova jama, wo sich eine österreichisch-ungarische Artilleriestellung und eine Wallburg befanden, die den Gipfel des Hügels Gradina in unmittelbarer Nähe der Grmada umgibt; – »Jerihovca« oder Valska jama: im 1. Weltkrieg diente sie als Krankenhaus für österreichisch-ungarische Soldaten, heute sind noch die Stufen und die Reste der Küche der österreichischen Soldaten erhalten. Sehen Sie sich Unterkünfte und kosten Sie das gastronomische Angebot in Komen und Umgebung.