Petrovci
Cestno kolesarjenje, Kolesarjenje, Vsa Doživetja

Ungarn 2

Länge des Weges:38 km
Dauer des Weges:00:00:00
Schwierigkeit:easy
Untergrund:asphalt
Wegtyp:road
Attraktivität:normal
Befahrbarkeit:100%
Anstieg:easy
Abfahrt:easy

    Die große Mehrheit der Slowenen war noch nie im Raabgebiet, wo auch unsere Minderheit lebt. Dieser Landstrich schien mir noch vor Kurzem irgendwie von beiden Obrigkeiten vergessen, jetzt aber sind bereits positive Bewegungen zu bemerken. Das Radfahren durch unbekannte, ruhige Hügel inmitten von Wiesen und Wäldern sowie das Kennenlernen der Einheimischen wird gewiss interessant sein. Besuchen Sie sie und helfen Sie den dort lebenden Slowenen und Ungarn zu einer schnelleren Entwicklung.

    Martinje liegt im äußersten Norden des Goričko unmittelbar an der ungarischen Grenze, an der Straße Gornji Petrovci-Kuzma. Martinje soll nach der einen Erklärung den Namen nach der Märtyrerin Martina erhalten haben, die am 30.Januar Namenstag hat, nach der anderen aber nach dem Bischof hl. Martin, dessen Namenstag wir am 11. November feiern. Die Pfarre Gornji Senik soll schon im 16. Jh. protestantisch gewesen sein, wieder katholisch aber schon bei der Visitation, im J. 1698. Der Srebrni breg ist ein 404 m hoher Hügel. Der engere Gipfel des Srebrni breg war einst besser hergerichtet, auf dem Gipfel stand auch ein hölzerner Aussichtsturm, an den sich ältere Einheimische noch erinnern, es existieren aber auch Fotografien von ihm. Den Srebrni breg nannten die Einheimischen einst auch Srečen breg. Am Fuß des Srebrni breg ist das sog. Tor ins slowenische Raabgebiet, derzeit noch ein zwischenstaatlicher Grenzübergang, der Martinje mit Gornji Senik verbindet. Mit dessen Öffnung trug sich der Name des Dorfes Martinje auch in die breitere Öffentlichkeit. In Martinje wurden der Maler und Grafiker Kiar Meško (1936) und Lojze Kozar (1910-1999), Pfarrer in Odranci, geboren. Er war Erzähler, Publizist und Herausgeber verschiedener katholischer Zeitungen. Seit 1981 lebt und wirkt hier der Priester Ivan Camplin (1912).

    Markovci mit der weiteren Umgebung sind als Zentrum der Bewahrung des reichen traditionellen Faschingsgeschehens bekannt und werden geradezu Korant-Land genannt. In der Faschingszeit geht es auch in allen umliegenden Dörfern sehr lebhaft zu. Das Schloss Muretinci im Ort Muretinci wurde im J. 1542 erbaut und erhielt sein heutiges Aussehen im J. 1632, als es die damaligen Eigentümer den Deutschordensrittern von Velika Nedelja überließen, diese aber bauten ihm eine Kapelle an. Beim Radfahren können Sie an den Hängen der Haloze die berühmte Burg Borl erblicken, erbaut im 13. Jh., die mit ihren 3 bis 12 m dicken Mauern wahrscheinlich die mächtigste Wehranlage dieser Art in Slowenien ist. In der Ortschaft Formin können Sie das Wasserkraftwerk nicht zu verfehlen, das achte und letzte in der Kette der Drau-Kraftwerke in Slowenien. Die Kirche der hl. Margarethe in Gorišnica errichteten sie im J. im J. 1391, umgebaut und vergrößert wurde sie aber im J. 1854. Man vermutet, dass zuvor an ihrer Stelle ein heidnischer Tempel stand. In Podgorci steht die spätgotische Kirche des hl. Leonhard aus dem J. 1519, der Pfeilerbildstock mit Inschrift hinter der Ortschaft aber stammt aus dem J. 1644. In die mächtige Kirche der hl. Maria vom Beginn des 17. Jh. auf dem Gipfel des Polenšak, genannt "weißes Kirchlein" pilgern gern vor allem Kranke und Behinderte. Die letzte Sehenswürdigkeit am Weg ist das Schloss Dornava, denn es gilt als das bedeutendste weltliche Gebäude des Spätbarock in Slowenien. Das Schloss hat seit dem Bau im J. 1435 viele Eigentümer gewechselt, im letzten Jahrzehnt war eine Betreuungseinrichtung darin und jetzt wird es gründlich erneuert und man sucht ihm einen neuen Inhalt. Eine Besichtigung des Schlosses und der Umgebung ist mit lokalen Führern möglich.

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